Geschichte

Der Chor der Konzertgesellschaft – seit über 200 Jahren eine kulturelle Institution im Musikleben der Stadt Wuppertal.

Seine Geschichte ist Stadtgeschichte.

Schornstein1811
Gründung des „Elberfelder Gesangvereins“
Gründer und Chorleiter: Johannes Schornstein

1817  
Gründung des „Städtischen Singvereins Barmen“
Gründer und Chorleiter: Karl Gotthelf Gläser

1833
Erste gemeinsame Aufführung der Chöre aus Elberfeld und Barmen: das Mozart Requiem

1837
Ein Jahr nach seiner Uraufführung singen beide Chöre den „Paulus“ von Mendelssohn-Bartholdy, des bis dahin im Rheinland fast noch unbekannten Komponisten.

1845-47
Die Aufgeschlossenheit Schornsteins für zeitgenössische Musik belegen auch die Elberfelder Aufführungen von Schumanns „Paradies und die Peri“ und des „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy kurz nach ihrer Entstehung.

1853
Carl Reinecke wird GMD in Barmen und Chorleiter des Städtischen Singvereins Barmen. Er bringt die Musik von Bach ins Tal der Wupper.

1861
Gründung der „Concert-Gesellschaften“ in Barmen und Elberfeld, die eine wesentliche Stütze im Kampf gegen Defizite und zum Erhalt des städtischen Musiklebensdarstellen.

1862  
Gründung der „Elberfelder Kapelle“ – mit 18 Instrumentalisten, die Keimzelle des heutigen sinfonischen Klangkörpers SOW.

1873-95
Max Bruchs Werke „Odysseus“, „Arminius“ und „Moses“ werden vom Singverein Barmen uraufgeführt.

1890
Hans Haym, einer der großen Elberfelder Chorleiter, wird berufen.

HSW_Aussen

1900
Mitwirkung der beiden Chöre an dem dreitägigen „1. Bergischen Musikfest“ aus Anlass der Eröffnung der „Stadthalle Elberfeld“.

Eintrittskarte

1919
Zusammenschluss des Elberfelder und Barmer Orchesters zum „Vereinigten Städtischen Orchester Barmen-Elberfeld“ (ab 1929 „Städtisches Orchester Wuppertal“).

1926
Der Reger-Schüler Franz von Hoeßlin wird erster gemeinsamer Chorleiter und GMD in Elberfeld und Barmen.

1929  
Aus Barmen, Elberfeld und anderen Orten entsteht die Stadt Wuppertal.

1932
Auch die beiden  Konzertgesellschaften verschmelzen – zur „Konzertgesellschaft Wuppertal“.

1951  
Martin Stephani wird GMD und Chorleiter. Er macht den Chor mit einer Vielzahl zeitgenössischer Werke bekannt – von Bartók, Henze, Honegger bis Hindemith.

HindemithZitat1955
Hindemiths Kommentar nach der Uraufführung seines Chorwerkes „Ite, angeli veloces“: „Hindemith in Wuppertal war hoffentlich nicht zu viel Qual. Daß man sich öfter wiedersieht wünscht herzlich dankend, Hindemith.“

1953
Beide Chöre singen gemeinsam die Uraufführung Carl Orffs „I Trionfi“

Sechziger

1957
Deutsche Erstaufführung von Tippetts „Ein Kind unserer Zeit.“

1963
Hanns-Martin Schneidt wird einer der jüngsten GMDs Deutschlands und prägt über 20 Jahre lang das Chorleben der Stadt.

1968
Vereinigung der beiden Chöre zum „Chor der Konzertgesellschaft“.

1976
Das „Städtische Orchester“ wird zum „Sinfonieorchester Wuppertal“.

1986
Peter Gülke wird GMD.

1994  
Marieddy Rossetto wird Chordirektorin und bleibt es bis 2014.

1998
George Hanson wird GMD.

2000  
Mit Werken von Joseph Haydn und den Geschwistern Mendelssohn veranstaltet der Chor ein Konzert in Eigenregie.

2004
Toshiyuki Kamioka wird GMD.

2016
Julia Jones wird GMD.

2016
Georg Leisse wird neuer Chorleiter.